Wie das halt so ist, war ich mal wieder spät dran.
Die klassischen Starter waren alle schon vergriffen, als ich an der Reihe war.
Also wurde es ENTON.
Wenn man sich aber mal die Story von ENTON anschaut, passt das eigentlich wie die Faust aufs Auge.
Das kleine Kerlchen hat permanent Kopfschmerzen, ist latent überfordert und kapiert oft gar nicht, was um es herum passiert. Aber wehe, der Druck wird zu groß. Dann ballert es mysteriöse Psycho-Kräfte raus und weiß hinterher von absolut nichts. Irgendwie extrem sympathisch und passend.
Wir haben auch echt nicht lange gebraucht, um uns anzufreunden.
Jetzt, wo wir ein paar Tage zusammen unterwegs sind, merke ich das sich in meinem Kopf etwas ändert.
Das Abenteuer an sich ist genial, aber ENTON als mein Kumpel tut mir einfach richtig gut.
Der Plan, meinen Kanto-Pokédex vollzumachen, zwingt mich endlich dazu, meine Umgebung wieder bewusster wahrzunehmen. Und wenn du jemanden wie ENTON dabei hast, der nun mal absolut nicht der Schnellste ist, nimmt das sofort das Tempo raus. Man wird quasi zwangsläufig entschleunigt.
Das hat sich auch direkt ausgezahlt. Auf unserer allerersten gemeinsamen Tour haben wir unser erstes wildes Pokémon entdeckt. Und wie witzig ist das bitte?:
Es war ausgerechnet ein SCHIGGY. Genau eins der Pokémon, die am Anfang gar nicht mehr für mich zur Auswahl standen.
Das war für mich die absolute Bestätigung, dass alles genau so kommen musste und schon richtig so war.
SCHIGGY hat auch keine großen Zicken gemacht. Zack, drinnen, und wir konnten unser erstes wild gefangenes Pokémon im Dex registrieren.
Was sich auf Dauer echt bezahlt machen wird, ist dieser EP-Teiler, den Professor Eich uns in die Hand gedrückt hat.
Jedes Mal, wenn wir ein Pokémon fangen, kassieren direkt alle meine Begleiter Erfahrungspunkte. Das wird bei der Mission, wirklich alle 151 Pokémon zu registrieren, ein massiver Vorteil sein.
Also, weiter gehts. Mit offenen Augen und ein ganzes Stück bewusster durch die Gegend laufen.