Ich hab ja durch Zufall den Weg zurück gefunden in dieses Hobby. Ich war damals ein Riesen-Pokémon-Fan. Hab es dann etwas aus den Augen verloren und hab die Liebe neu entdeckt, als vor 10 Jahren Pokémon GO herausgekommen ist. Gott, war ich hyped.

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Ein Beitrag geteilt von DootCollect | Pokémon-Trainer (@dootcollect)

Aber genau wie es damals war, als man zum ersten Mal laut gesagt hat, dass man World of Warcraft spielt, so hat es sich auch komisch angefühlt, wenn man sagt, dass man wieder Pokémon spielt.

Klar, nicht bei den eigenen Freunden, sondern eher bei… Bekannten und Eltern.

Is ja ein Kinderspiel und sowas DARF MAN NUR SPIELEN, WENN MAN EIN KIND IST.

Kein Spaß mehr über 25!

Natürlich war vor 10 Jahren Pokémon GO noch okay. Hat ja quasi jeder gemacht, aber sobald der Hype abgeklungen war… Junge, da wurde man komisch angeguckt, wenn man „noch immer“ POGO spielt.

Und trotzdem, auch bei mir ist das irgendwann abgeflacht. Spätestens mit dem Verkauf an Scopely hatte ich das Bedürfnis, das Spiel nicht mehr auf meinem Handy zu haben.

Aber was soll ich dir sagen. Ich nehm alles mit, was es mir angenehmer macht, mich mehr zu bewegen. Nicht, dass ich damit ein Problem hätte, aber ist Spazieren gehen nicht cooler, wenn man dabei auch noch Erfahrungspunkte sammelt?

Darum hab ich im Urlaub irgendwann mal wieder die App heruntergeladen und unbewussterweise bin ich zur richtigen Zeit wiedergekommen. Nämlich genau zum 10-jährigen Jubiläum von Pokémon GO und nur Monate entfernt von dem 30. Geburtstag von Pokémon generell.

Gott, ich war wieder komplett drin.

Hat richtig Bock gemacht und es is faszinierend, wie sehr mich dieses Spiel dann doch animiert oder motiviert, auch bei dem schlechtesten Wetter mit dem Hund zu gehen.

Und dann kam für mich eins zum anderen.

Pokémon GO – Pokémon-Karten – Magic-the-Gathering-Karten – Moment, da hab ich doch noch welche…

Und dann hab ich lange überlegt… Ich hab noch mindestens zwei Magic-Commander-Decks, die ich nicht nutze und – so leid es mir tut – auch nie wieder nutzen werde…

Also hab ich überlegt, was ich damit machen kann.

Sieben Internet-Rabbit-Holes später hatte ich einen Cardmarket-Account und meine beiden Decks gelistet.

Das war richtig geil. Richtig entspannend.

Karten sortieren (nach Alphabet, weil ich kein Psycho bin und die später wiederfinden will…)

Karten einstellen – einen Preis geben und schauen, was passiert.

Und es ist was passiert. Meine Karten wurden und werden wirklich gekauft.

Am Anfang hab ich Schiss gehabt, weil ich dachte:

„Warum kauft der das?? Hab ich den Preis falsch drin und der macht damit jetzt Millionen??“

Und dann musste ich aufpassen.

Ich musste gucken, dass das Ganze in meinem Kopf nicht wieder Überhand nimmt und aus einem Hobby wieder eine Geschäftsidee wird.

Klar hab ich mit der Sache hier auch ein Endgame, aber das is so wild, da wirst du niemals drauf kommen und ich werde trotzdem darauf hinarbeiten. Aber endlich mal auf gesunde Art und Weise. Langsam. Stetig und mit Spaß.

Ich will das nicht als Business sehen. Ich verkaufe Karten, die ich nicht mehr brauche und kaufe mir davon Karten, die ich haben möchte.

Ich brauch nicht BULK kaufen, damit ich den mit 3 Cent Gewinn wieder verkaufe.

Ich kaufe mir von meinem „Magic-Geld“ die Karten, die ich haben will und irgendwann komm ich bestimmt an den Punkt, wo ich auch mal mehr als 1,50€ für eine Karte ausgebe, weil ich es kann und will. Aber dieser Tag ist noch nicht dieses Jahr…

Aber nur Karten kaufen is auch irgendwie langweilig.

Da kam dann wieder der Marketing- und Journalismus-Typ in mir hoch.

Was sammelt man?

Für mich klar: MEINE Pokémon.

Die erste Generation.

Aber wie langweilig… es sei denn…

Ich mach da endlich mal wieder etwas Kreatives draus.

In einer Welt aus KI-Texten und 1.000€ Chase-Karten wollte ich mal was machen, was mir Spaß macht und die Kreativität wieder bringt.

Ich bin Generation „Wegen mir is Glurak so teuer, weil wir damit im Dreck GESPIELT haben und es die Karten deswegen nicht mehr in guter Qualität gibt!!“

Klar, es sind Sammelkarten. Aber es ist kein Investment.

Ich will Spaß haben mit den Karten. Ich will die in den Dreck legen und mich darüber freuen. Wasser-Pokémon im Wasser finden und einfach die Karten BENUTZEN, bevor sie in meine Sammlung kommen.

Daher ist DOOTCOLLECT geboren.

Ich will Geschichten zu den einzelnen Karten erzählen. Ich will die nicht nur still und heimlich sammeln.

Ich will wieder der sein, der komisch angeguckt wird, weil er auf der Hochzeit ein Mauzi in der Tasche hat.

Ich will mir überlegen, wie und wo man die einzelnen Pokémon fotografieren kann und ich will endlich. wieder. einfach. MACHEN.

Die ersten Texte werden hölzern und kacke.

Die ersten Bilder werden blöd sein. Aber ich will mich nicht von Perfektion ablenken lassen. Ich will wieder kreativ werden. Mich mal ausleben und wieder Geschichten erzählen.

Getrieben aus mir selber heraus. Nicht durch irgendwelche Zahlen.

Auch wenn das schwer wird…

Niemand macht sich die Arbeit, Fotos zu schießen oder Texte zu schreiben, und is dann okay damit, wenn KEINER das sieht. Klar will ich, dass das Ganze hier riesig wird. Aber nicht um jeden Preis. Nicht um den Preis, dass es wieder ARBEIT wird.

Arbeit hab ich genug. Das hier wird ein Hobby.

Pokémon begleiten mich mein Leben lang.

Ich mach gerne kreativen Kram.

Ich schreibe gerne. Ich erzähle Geschichten.

Warum also sollte jemand, der 1990 geboren ist, denn nicht mit Pokémon-Karten rumlaufen, die fotografieren und im Internet dumme Sachen darüber schreiben?

Tut ja keinem weh, und wenn du das dumm findest, dann verschwinde halt.

Ich hab irgendwie Bock, mir verrückte Geschichten auszudenken, wie ich Pokémon „gefangen“ habe.

Ich mag schreiben. Und wenn du lesen magst, dann ist DOOTCOLLECT vielleicht etwas für dich. Und wenn nicht, ist das auch okay.

Ich hab einen Plan. Ich hab ein Ziel und ich will Spaß.

Komm gerne mit. Ich dreh mir jetzt die Cap nach hinten und verhalte mich weiterhin nicht meinem Alter entsprechend.

Wie sollte ich auch.